Diabetesversorgung

Der Diabetes mellitus („honigsüßer Durchfluss“, griechisch διαβήτης, von altgriechisch διαβαίνειν, „hindurchgehen“, „hindurchfließen“ und lateinisch mellitus „honigsüß“) oder die Zuckerkrankheit ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten und beschreibt deren ursprüngliches Hauptsymptom: Ausscheidung von Zucker im Urin. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn der Harn von Personen mit Diabetes weist bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen durch Zucker süßlichen Geschmack auf.

Die Erstbeschreibung des Diabetes mellitus erfolgte durch Aretaeios von Kappadokien ca. 80 v. Chr. Gemessen an der Geschichte der Erkrankung ist das vorhandene Wissen um die Spätfolgen des Diabetes mellitus gering. Dies verwundert nicht, denn erst mit der Entdeckung des Insulins durch den englischen Orthopäden Sir Frederick Grant Bantig in den 20er Jahren (Nobelpreis für Medizin) stieg auch die Lebenserwartung der Diabetiker, was den Spätkomplikationen an Herz, Kreislauf, Nieren, Nerven, Augen und Füßen erst den zeitlichen Rahmen verschaffte.

Inzwischen ist es in der Fachsprache der Sammelbegriff für verschiedene (heterogene) Störungen des Stoffwechsels, deren Leitbefund eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) ist. Ursache ist entweder ein Insulinmangel, eine Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz) oder beides. Je nach Ursache gibt es unterschiedliche Diabetestypen, die jedoch verbindende Gemeinsamkeiten aufweisen.

Die orthopädietechnische Versorgung des diabetischen Fußes (diabetisches Fußsyndrom) gehört mit Sicherheit zu den größeren Herausforderungen unserer Orthopädie - Schuhtechniker. Eine wesentliche Voraussetzung für eine fachgerechte Versorgung ist ein gutes interdisziplinäres Zusammenarbeiten zwischen den behandelnden Ärzten wie z.B. Diabetologen, Chirurgen, Orthopäden und den Fußpflegern, Krankenschwestern und Pflegepersonal.

Was hat Diabetes mellitus mit Ihren Füßen zu tun?

Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die im Laufe der Zeit andere Erkrankungen nach sich ziehen kann. Dazu gehören auch die Beeinträchtigung der Durchblutung sowie die Störung der Nervenbahnen. Die schleichende Zerstörung vieler Nerven, sowie die Veränderung der Blutgefäße werden meist zu spät entdeckt. Das Leiden betrifft besonders häufig auch die Füße. Sind die Nervenleitungen zum Fuß gestört, dann werden Empfindungen wie Hitze, Kälte, Druck und Schmerz nicht mehr vollständig wahrgenommen. Verletzungen am Fuß erscheinen oft „weniger schlimm“, da sie ja nicht wehtun. Auch ohne äußere Verletzungen kann sich das Fußskelett aufgrund der schlechteren Versorgung im Laufe der Zeit verändern. Dann kommt es vermehrt zu Beschwerden beim Gehen.

Das sogenannte diabetische Fußsyndrom ist somit eine sehr ernst zu nehmende Problematik. Bei rechtzeitiger Erkennung können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, die schwerwiegende Probleme verhindern.



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